Literaturlenz 2019

When:
April 5, 2019 @ 4:00 pm – 5:30 pm
2019-04-05T16:00:00-05:00
2019-04-05T17:30:00-05:00
Where:
1418 Van Hise Hall
1220 Linden Dr
Madison, WI 53706
USA
Cost:
Free
Contact:
Marc Silberman / Sabine Gross
2-0450

3 Schriftsteller*innen aus 3 deutschsprachigen Ländern


Pierre Jarawan (Deutschland) ist Autor, Slam Poet, Bühnenliterat, Veranstalter und Moderator aus München. Er wurde 1985 als Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in Amman, Jordanien, geboren, nachdem seine Eltern den Libanon wegen des Bürgerkriegs verlassen hatten. Seit 2009 zählt er zu den erfolgreichsten Bühnenpoeten im deutschsprachigen Raum. Jarawan lebt in München und arbeitet an seinem zweiten Roman.

Er liest aus seinem Romandebüt Am Ende bleiben die Zedern (Berlin Verlag, 2016). Der Inhalt: Samirs Eltern sind kurz vor dessen Geburt aus dem Libanon nach Deutschland geflohen. Als sein geliebter Vater spurlos verschwindet, ist Samir acht. Jetzt, zwanzig Jahre später, macht er sich auf in das Land der Zedern, um das Rätsel dieses Verschwindens zu lösen. Eine große Familiengeschichte, berührend, überraschend und meisterhaft verwoben mit dem dramatischen Schicksal des Nahen Ostens.

 

 


Gianna Molinari
(die Schweiz) studierte von 2009 bis 2012 Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und im Anschluss Neuere Deutsche Literatur an der Universität Lausanne. Derzeit lebt sie in Zürich, wo sie die Kunstaktionsgruppe Literatur für das, was passiert mitbegründete.

Sie liest aus ihrem Romandebüt Hier ist noch alles möglich (Aufbau Verlag, 2018). Der Inhalt: Eine junge Frau wird als Nachtwächterin in einer Verpackungsfabrik eingestellt. Die Tage der Verpackungsfabrik sind gezählt, die moisten Mitarbeiter bereits gegangen. Al sein Wolf auf dem Gelände vermutet wird, entstehen Risse in der Gleichförmigkeit. Gibt es ihn tatsächlich? Wie gefährlich ist er? Die Nachtwächterin soll während ihrer Schichten eine Fallgrube ausheben. Doch je genauer sie der Spur des Wolfes folgt, je tiefer sie gräbt und je mehr Schichten sie abträgt, desto mehr Fragen drängen sich auf. Was etwa hat es mit dem Mann auf sich, der in der Nähe der Fabrik aus einem Flugzeug fiel? Und was mit der Bankräuberin, deren Phantombild dem Gesicht der Nachtwächterin so täuschend ähnlich sieht?

 

 

 


Laura Freudenthaler
(Österreich), geboren 1984 in Salzburg, studierte Germanistik, Philosophie und Gender Studies und lebt in Wien. Die Erzählungen Der Schädel von Madeleine. Paargeschichten erschien 2014. Für ihren ersten Roman Die Königin schweigt (2017) erhielt sie den Bremer Förderpreis und der Roman wurde als bester deutschsprachiger Debütroman beim Festival du premier Roman in Chambéry (Frankreich) ausgezeichnet.

Sie liest aus ihrem neuen Roman Geistergeschichte (Droschl, 2019). Der Inhalt: Die Geistergeschichten unserer Zeit drehen sich um das Fremd- und Unsichtbarwerden von Menschen. Leise nähert sich die Autorin Anne und Thomas. Nach zwanzig Jahren in der gemeinsamen Wohnung vermutet Anne, dass Thomas eine Affäre hat. Er wird zunehmend abwesender, während das »Mädchen«, wie Anne die Unbekannte nennt, als huschender, wispernder Geist in der Wohnung auftaucht. Das allzu vertraut Gewordene beginnt sich zu verwandeln, während Anne immer verstörter wird.